Ausschreibung

Zur Beschaffung des landeseinheitlichen Schulverwaltungsprogramms wurde von der Projektgruppe im November 2011 ein entsprechendes Vergabeverfahren durchgeführt. Dies war ein europaweit ausgeschriebenes Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb.

Ein solcher Teilnahmewettbewerb bewertet zunächst die wirtschaftliche, fachliche und technische Geeignetheit der sich bewerbenden Unternehmen. Die bestgeeigneten Unternehmen werden dann zur Abgabe eines Angebots und damit zur Teilnahme am Verhandlungsverfahren aufgefordert.

Die erste Verhandlungsrunde diente vorrangig der Klärung fachlicher Fragen in Bezug auf den Leistungsumfang der jeweils angebotenen Produkte. Die Mitglieder des Fachkompetenzteams, die alle Produkte zuvor ausgiebig getestet hatten, entwickelten dafür einen umfassenden Fragenkatalog. Darüber hinaus musste jeder Anbieter sein Produkt auf der Grundlage mehrerer Testszenarien präsentieren, die ihm zuvor vom Fachkompetenzteam übermittelt worden waren. Die Präsentation war Bestandteil der Angebotsbewertung.

Parallel dazu wurden vom Fachkompetenzteam die von den Bietern abgeforderten Konzepte (z.B. Ergonomie, Schnittstellen, Datenschutz, Softwarepflege, Schulung, Migration, etc.) ausgewertet und bewertet. Die zweite Verhandlungsrunde, die Ende Juni durchgeführt wurde, konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Vertrags- und Preisgestaltung.

Nach Abschluss des Verhandlungsverfahrens stand die Firma ISB AG aus Karlsruhe als der wirtschaftlichste Anbieter fest, dem am 24.08.2012 formell der Auftrag erteilt wurde.

Die Wirtschaftlichkeit bestimmte sich nach der in der Bewertung der Leistung und des Angebotspreises erzielten Punktzahl. Ein wesentliches Ziel bei der Auswahl des Programms war das Bestreben, an den Schulen eine hohe Akzeptanz zu erreichen. Dehalb wurde die Leistung – und damit die Qualität der Software – erheblich höher bewertet als der Preis.