Das Projekt "SVP-RLP"

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MBWWK) plant, ein zentrales, landeseinheitliches Schulverwaltungsprogramm einzuführen und in diesem Zusammenhang den gesamten Prozess der Datenerhebung, Datenaufbereitung und Qualitätssicherung zu optimieren. Der rheinland-pfälzische Ministerrat hat dies in seiner Sitzung am 30. Juni 2009 zustimmend zur Kenntnis genommen und das MBWWK beauftragt, ein geeignetes Vergabeverfahren vorzubereiten. Das so beschaffte Schulverwaltungsprogramm soll allen rheinland-pfälzischen Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Die Verantwortung für das Projekt "Schulverwaltungsprogramm Rheinland-Pfalz" (oder kurz:"SVP-RLP") liegt beim MBWWK in Kooperation mit der Zentralstelle für IT und Multimedia im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur. Seit dem Ministerratsbeschluss im Herbst 2009 wurden alle "Stakeholder" über das Vorhaben informiert: die Schulaufsicht, das Statistische Landesamt, die Kommunalen Spitzenverbände sowie die Privaten Schulträger, die Schulleitervereinigungen und die Hauptpersonalräte aller Schularten.

Aufgrund der Vielzahl möglicher Vorgehensweisen bei der Beschaffung bzw. Entwicklung einer Software wurden mit mehreren Bundesländern mit Blick auf mögliche Kooperationen Vorgespräche geführt, um sich über deren Lösungsansätze zu informieren und deren Geeignetheit für Rheinland-Pfalz zu bewerten.

Parallel dazu wurde ein Gutachten einer auf Vergabeverfahren spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei eingeholt, um das für dieses Projekt rechtlich einwandfreie, effektivste und wirtschaftlichste Verfahren zu bestimmen. Zwischenzeitlich sind auch die haushaltsmäßigen Voraussetzungen für das Projekt SVP-RLP geschaffen worden. Für das Gesamtprojekt ist zunächst ein Kostenrahmen von rund 5 Mio. Euro vorgesehen.

Arbeitsstruktur SVP-RLP

Mit der Einstellung eines hauptamtlichen Projektleiters und einer Projektassistentin im Mai 2010 konnte die Umsetzung des Projekts beginnen. Dem Projektleiter obliegt die operative Leitung des Projekts sowie des sogenannten "Fachkompetenzteams" (FKT), das sich seit August 2010 während der Schulzeit regelmäßig im MBWWK getroffen hat.

Die wesentlichste Aufgabe des FKT war die Definition der Anforderungen an das Schulverwaltungsprogramm aus Sicht der zukünftigen Nutzer. So entstand ein umfangreiches Lastenheft, auf dessen Grundlage zum einen der Markt für Schulverwaltungssoftware gesichtet und bewertet werden konnte und auf dem zum anderen die Leistungsbewertung im Vergabeverfahren basiert.

Dem FKT gehören Vertreter aller Schularten (Grundschulen, Förderschulen, Realschulen plus, Integrierte Gesamtschulen, Gymnasien, Privatschulen und Berufsbildende Schulen), Vertreter der ADD, des MBWWK, des Statistischen Landesamts und des Landesbeauftragten für den Datenschutz an. Das FKT wird bei Bedarf um weitere Experten aus anderen Fachbereichen ergänzt.

Der Lenkungsausschuss des Projekts trifft in Teilbereichen Entscheidungen und unterbreitet der Ministerin Entscheidungsvorschläge. Er gibt die Projektziele, den Zeit- und Kostenplan vor und transportiert Entscheidungen der Ministerin.

Dem Lenkungsausschuss gehören Vertreterinnen und Vertreter aller betroffenen Abteilungen des MBWWK an. Sie werden verstärkt durch Kolleginnen und Kollegen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), des Statistischen Landesamt und der zentralstelle für IT-Management des Innenministeriums. Darüber hinaus gehört der Projektleiter dem Lenkungsausschuss an.

Den Vorsitz im Lenkungsausschuss hat Frau Barbara Mathea (MBWWK, Abt. 4C), die gleichzeitig die Rolle der "Projektmanagerin" und damit die Gesamtverantwortung des Projekts inne hat.